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John Mayer - The Search of Everything

Nun ist es soweit, "The Search for Everything" von John Mayer ist in seiner Gänze veröffentlicht.

Platten Tipp
John Mayer - The Search of Everything

Nun ist es soweit, "The Search for Everything" von John Mayer ist in seiner Gänze veröffentlicht. Zwar nicht mit so vielen Songs wie vielerseits angenommen, aber mit was für welchen. Ich möchte nicht viel mehr, als schon geschehen, auf die Songs der ersten beiden Wellen eingehen; eher möchte ich mich auf die vier neuen Songs und das Album in seiner Gesamtheit konzentrieren. Aufgenommen wurde "The Search of Everything" in den grandiosen Räumen des Capitol studios in Los Angeles, in dem schon Größen wie Frank Sinatra und Nat King Cole ihre Hits aufnahmen. Das erste Puzzlestück des hervorragenden Klangs dieses Albums, aber dazu später mehr.

Die vier neuen Songs kommen in einem ähnlich diversen Gewand wie der Rest des Albums, was letztlich dazu führt, dass "The Search of Everything" das wohl facettenreichste Album im Katalog von John Mayer darstellt. "In the Blood" ist für mich am meisten herausgestochen, unter anderem auch wegen des Textes, welcher in gewohnter John Mayer-Manier sehr philosophisch angelegt ist. So beginnt die erste Strophe mit: "How much of my Mother, has my Mother left in me?". Gefolgt vom Beginn der zweiten Strophe: "How much of my Father, am I destined to become?". Diese kleinen Ausschnitte zeigen nur in Ansätzen, welch großes Talent zum Schreiben in John Mayer steckt.
Musikalisch kommt "In the Blood" als große, hymnische Akustikballade daher und bewegt ab den ersten Tönen. 

"Never on the Day You Leave", der zweite neue Song präsentiert sich als Piano-geladene Ballade mit sehr dezentem "Nashville-Charme", welcher sich seit "Born & Raised" durch John Mayers Alben bewegt. Inhaltlich bewegen sich auch die letzten vier Songs von "The Search of Everything" in balladesken Regionen, die um die Thematik von Verlust, Sehnsucht, Liebe und um die großen Sinnfrage tänzelt. 

Der dritte und eigentlich letzte neue Song, "Rosie", schreit einen förmlich mit: "John Mayer!" an. Die Erinnerung an die "Hochzeiten" John Mayers, kürzer gesagt das Album "Continuum"; werden mit dem ersten Ton sofort deutlich. In dem funkig, bluesigem Soul-Pop, den John Mayer zu perfektionieren weiß, wird sich jeder Mayer-Fan der "alten Tage" wiederfinden.

Nun denken Sie, wieso "eigentlich letzte neue Song". Der vierte neue "Song" ist vielmehr ein, wenn auch kleiner, Instrumental-Epos, welcher Stark an Filmmusik erinnert. Den Gedanken der Filmmusik verstärkt der Name des Songs "Theme from The Search of Everything". Dies kann sich auf das Album als Geschichte beziehen oder eine kryptische Andeutung eines filmischen Stücks jeglicher Art sein, beispielsweise eine Dokumentation des Prozesses von "The Search of Everything". Wir werden es sicher herausfinden. 

Nun aber zum letzten Abschnitt, welcher sich wie eingangs versprochen um die klangliche Seite des Albums dreht. Klanglich ist "The Search of Everything" ein wirklich herausragendes Stück der heutigen Musikwelt. Die Gründe dafür sind zum einen, wie erwähnt, die Capitol Studios. Zum anderen währen da jedoch die Menschen die an diesem Album beteiligt waren. Dieses Beispiel zeigt wieder deutlich wie wichtig und unersätzlich der menschliche Faktor in der Musik ist. In erster Linie sind das die Musiker, welche mit Steve Jordan und Pino Palladino als Basis, eine Einheit mit John Mayer bilden die in der Lage ist magische Momente zu kreiren. 
Auf der produzierenden Seite finden sich neben John Mayer selbst, Chad Franscoviak und als Executive Producer Steve Jordan. Chad Franscoviak ist mit John Mayer durchaus vertraut, da er zum Beispiel für "Continuum" und "Battle Studies" zuständig war und für letzteres durfte er sich sogar einen Grammy für das "Best Engineered Album" in den Schrank stellen. 

Man kann letztlich also sagen, dass das lang ersehnte neue Album von John Mayer von seinem "Dream Team" ans Licht gebracht wurde. In seiner Gänze ist "The Search of Everything" in meinen Augen mindestens in der Top 3 von Mayers gesamten Katalog.

So, das soll es nun fürs erste mit John Mayer gewesen sein. Ich wünsche Ihnen ein besinnliches Osterfest und viel Freude beim Lesen und natürlich Hören! 
P.S. wenn es um das Hören von "The Search of Everything geht, probieren Sie doch die hochauflösende Variante mit 96kHz und 24Bit aus, welche bei HiRes Audio erhältlich ist, sehr empfehlenswert!

 

Copyright der Bilder: https://www.highresaudio.com/de